Wozu dient IBM i? (und andere häufig gestellte Fragen über IBM i)

Wozu dient IBM i? (und andere häufig gestellte Fragen über IBM i)

Wir erhalten viele Fragen über IBM i. Hier sehen Sie unsere Antworten auf die häufigsten Fragen.

Der Ursprung von IBM i geht auf einige der ersten, in kleinen und mittleren Unternehmen eingesetzten Midrange-Systeme von IBM zurück. Jedoch sind seine Kapazitäten exponentiell gewachsen. Einige der größten Unternehmen der Welt betreiben IBM i auf dem IBM Power Server als strategische Plattform in den Sektoren Fertigung, Planung, Einzelhandel, Vertrieb, Logistik, Bankwesen, Hotel- und Gastgewerbe, Versicherungen sowie Verwaltung von Krankenhäusern, Regierungsstellen und Rechtsfällen.

Das i in IBM i steht für „integriert“. Diese Plattform gilt als hochgradig integriert, denn sie besitzt Kapazitäten, um gleichzeitig Arbeitsabläufe vielerlei Art zu hosten. Sie unterstützt gleichzeitig tausende interaktiver Benutzer, einen oder mehrere HTTP-Server für Web-Anwendungen, UNIX-Anwendungen und Verbindungen vom Typ JDBC (Java Database Connectivity) und ODBC (Open Database Connectivity) im Einsatz als Backend-Datenbank für andere Server. Außerdem läuft IBM i auf der IBM Power-Hardware. Eine zusätzliche Integration gestattet auch das Betreiben virtueller Rechner mit Linux oder AIX mit demselben Hardware-System.

Nein. IBM i auf einem IBM Power Server ist kein Großrechner. IBM-Hardware dieser Kategorie läuft mit dem Betriebssystem z/OS oder auch unter Linux. Die Grenzen der Möglichkeiten von i und z sind inzwischen verschwommen. In der Tat würde ein Normalverbraucher den Unterschied nicht kennen oder erkennen, und selbst viele in der Informationstechnologie tätige Fachkräfte, die nicht mit IBM i gearbeitet haben, könnten die beiden Kategorien nicht auseinanderhalten!

Bedenken Sie: Die meisten Unternehmen arbeiten mit Hybrid-Umgebungen und vielen unterschiedlichen Plattformen und Betriebssystemen. Dennoch sind Sie vielleicht überrascht über die Anzahl und Vielfalt von Unternehmen, die IBM i einsetzen. Hierzu zählen große Einzelhändler wie Costco, Home Depot, Staples und Office Depot. Auch Banken aller Größen arbeiten mit IBM i: von den weltgrößten Bankhäusern wie HSBC über mittelgroße Vertreter wie die Old National Bank bis hin zu kleinen Banken mit lokalen Besitzern. IBM i ist äußerst stark im Hotel- und Gastgewerbe und in der Branche der Casinos (Spielbanken) vertreten. Caesars Entertainment und Disney sind nur zwei Beispiele dieser Art.

Auch in den Branchen Logistik, Transport und Spedition ist IBM i sehr präsent: Beispiele dieser Sektoren sind FedEx und Estes Express. Andererseits kommt IBM i dank seiner vielen robusten verfügbaren MRP/ERP-Anwendungen in der Fertigung und im Vertrieb von Gesundheitspflege-Erzeugnissen zum Einsatz. Hierzu zählen etwa McKesson, Medtronic oder Cardinal Health. Auch die Liste sonstiger Hersteller, die mit Anwendungen auf IBM i arbeiten, ist sehr lang. Zwei weitere Beispiele sind Toyota und Volvo: Viele ihrer Zulieferer verwenden IBM i. Darüber hinaus arbeiten auch Hersteller von Eisenbahnwagen, Gummi-Verarbeiter und Anbieter von Energieerzeugnissen mit IBM i. 

Noch nicht erwähnt sind diverse US-Departments wie das Verteidigungs- und Außenministerium, örtliche Regierungsbüros und andere staatliche Stellen sowie die Justiz. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt von Branchen, die ihre Applikationen auf IBM i betreiben.

Die Hardware-Plattform AS/400 (und das Betriebssystem OS/400) erwuchsen beide aus ihrem Vorgänger: dem IBM System/38 aus dem Jahr 1988. Mit der Zeit entwickelten sich die Möglichkeiten und Funktionen der Plattform weiter. Anstelle von AS/400 (Application Server/400) erhielt sie im Jahr 2000 den neuen Namen iSeries eServer und hieß 2006 kurzfristig IBM System i. Als sich die Plattform später zu einem gemeinsam genutzten (shared) Hardware-System mit AIX (IBM Power Server) entwickelte, erhielt das Betriebssystem den Namen IBM i und lief auf IBM Power. Im Jahr 2008 wurde der Spitzname IBM i zum offiziellen Namen. Von Juni 2018 an besteht der Name IBM i inzwischen länger als sein Vorgänger AS/400! Mit der Hinzunahme von Open-Source-Support, neuen Programmiersprachen und anderen Erweiterungen ist IBM i ein wahrhaft modernes Betriebssystem. IBM i als veraltetes System zu bezeichnen ist somit etwa dasselbe, wie Windows NT eine veraltete Version von Windows Server 2022 zu nennen.

IAuf IBM i gibt es eine integrierte Datenbank namens Db2. Db2 läuft auf diversen Betriebssystemen: Windows, AIX, IBM Mainframe (das z/OS-Betriebssystem. Außerdem unterstützt IBM i auch MySQL, MariaDB und PostgreSQL, und der Support für MongoDB ist in Arbeit. Darüber hinaus wird der offizielle Support weiterer Datenbanken erwägt.

IBM i ist der Name des Betriebssystems. Die auf dem IBM Power Processor Chip basierende Hardware namens IBM Power Server unterstützt das Betriebssystem IBM i und auch AIX (die IBM-Version von UNIX) und Linux.

IIBM i unterstützt zahlreiche beliebte Open-Source-Sprachen: YUM, Java, Node.js, R, Perl, Ruby, Python, C++ und PHP. Mit jeder technologischen Aktualisierung wächst diese Liste (neue Versionen erscheinen in der Regel zweimal jährlich). Außerdem dient IBM i auch als hochgradig SQL-regelkonformer Datenbank-Server mit vorzüglichen Leistungseigenschaften und Kapazitäten. Diese modernen Sprachen existieren nebeneinander und arbeiten mit Anwendungen, die in der IBM-eigenen RPG-Programmiersprache oder in jüngerer Zeit in formatfreien RPG-Sprachen geschrieben sind. Diese Sprachen funktionieren bereits jahrelang mit denselben Datenbanken. IBM bietet Informationen über Open-Source-Ressourcen und Erfolgsgeschichten von Kunden, die diese Systeme implementiert haben.

Der IBM Power Server ist eine gemeinsam genutzte (shared) Plattform. Sie basiert auf dem IBM Power Processor Chip und unterstützt viele Betriebssysteme, darunter IBM i und AIX (die IBM-Version von UNIX) sowie RedHat Linux. Darüber hinaus unterstützt IBM i auch virtualisierte Umgebungen und gestattet das Erstellen und Unterstützen mehrerer virtueller Maschinen (Rechner), so wie VMware in einer x86-Umgebung. Summit und Sierra (an zweiter und dritter Stelle unter den Top-500-Supercomputern) sind auf Scale-out Power9-Servern konstruiert. Mit den kürzlich erschienenen Power10 Scale-up-Servern und den sehr bald verfügbaren, auf Power10 basierenden Scale-out-Servern könnte sich diese Liste verändern.

Es ist nicht schwierig, den Umgang mit IBM i zu erlernen. In der Tat hat IBM mit detaillierten Hilfen, Befehlsmenüs, Suchfunktionen und dem „Prompting“ von Befehlen vorzügliche Arbeit geleistet. So müssen sich die Benutzer über die genaue Syntax von Befehlseingaben keine Sorgen machen. Nach dem Auffinden oder Eingeben eines Befehls und mit einem Druck auf die F4-Taste zeigt das System alle Befehlsparameter an – und für jeden einzelnen Parameter sind Hilfsfunktionen verfügbar. IBM i umfasst auch einen eingebauten HTTP-Server und eine Web-Schnittstelle namens „Navigator for IBM“ i zur Systemverwaltung. Damit führen Sie Systemfunktionen aus, ohne die herkömmlichen Kommandozeilen zu verwenden.

Mit einem Betriebssystem, das auf IBM Power Servern läuft, und mit dem Support von PowerVM läuft IBM i auch auf vollkommen virtualisierten logischen Partitionen. Ihr Betrieb ist auf öffentlichen und privaten Clouds möglich. Solche logischen Partitionen unterstützen die Live Partition Mobility (LPM). Daher können Sie sie mit wenig Aufwand zwischen Servern verschieben, sofern Sie die Lizenzen für die jeweiligen Zielserver besitzen. Unter anderem stellen Azure, IBM, Google und andere Anbieter in der Cloud Elemente für IBM i bereit. 

Lesen Sie die Geschichte von IBM i bei Fortra

IBM i ist das am besten gehütete Geheimnis der Informationstechnologie. Dieses Betriebssystem ist für Unternehmen auf der ganzen Welt wichtig, aber es ist nicht immer einfach, herauszufinden, wie IBM i in modernen Rechenzentren eingesetzt wird. Fortra ist auf allen Ebenen mit der IBM i-Community vernetzt. Unsere Beziehungen zu IBM, Technologiepartnern und unserem eigenen vielfältigen Kundenstamm helfen uns zu verstehen, was die Benutzer brauchen – und dann liefern wir, was sie brauchen. Erfahren Sie mehr: Besuchen Sie unser IBM-i-Hauptquartier.

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